Donnerstag, 25. September 2008

Abenteuerexkursion zur Kautschuk- und Palmenplantage

Wieder einmal erlebten wir eine erlebnisreiche Exkursion. Diese startete wie vorige Woche am frühen Donnerstagmorgen, doch diesmal bestritten alle 150 Studenten des Batches die Fahrt gemeinsam.

Zu Beginn der Exkursion besuchten wir einen traditionellen Pasar(Markt) und bei dieser Gelegenheit stärkten sich viele mit einer Kleinigkeit zum Frühstück.
Kurz die Straße rauf und wieder runter und schon ging es weiter mit der Fahrt. Für kurze Aufregung sorgte ein vermisster Student. Name/Alter UNBEKANNT, wer nähere Infos über den Verbleib des Studenten hat, bitte sofort bei Prof. Passon melden ;). Wir denken an dich.

Nach ca. 1,5 stündiger Busfahrt erreichten wir unser Ziel, die Kautschukproduktionsstätte.
Hier wurden wir von sehr netten Balinesen mit einem traditionellen Gebäck in Bananenblättern eingerollt und Wasser empfangen. Zugleich begann unser Guide mit der Führung durch die kleine Produktionsstätte, unter einfachsten Bedingungen wird hier Kautschuk zu Latex weiterverarbeitet und an Großhändler ins Ausland exportiert.

Nach kurzer Führung ging das Abenteuer los, wir wurden wie die Einheimischen Arbeiter auf der Ladefläche mehrerer Trucks zur Kokusnuß- und Kautschukplantage transportiert. Mit teilweise begeisterten und skeptischen Mienen setzte sich der Tross in Fahrt. Der nächste Halt führte uns auf die Plantagen, wo uns frische Kokusnußmilch erwartete. Zudem wurde uns gezeigt, wie man Kautschuk gewinnt. Hierzu wird in die Baumrinde spiralenförmig ein Weg geritzt, der den Kautschuk in einen Behälter fließen lässt.
Ein spektakuläres Ereignis bot sich uns, als ein Plantagenarbeiter uns zeigte wie man die Kokusnüße von der Palme holt. Ohne jegliche Sicherung, nur mit bloßen Händen und Füßen kletterte der erfahrene Arbeiter in kürzester Zeit die Palme hoch und ließ ein paar Kokusnüße auf die Erde fallen. Freiwillige und mutige Studenten versuchten mit lautstarker Unterstützung der anderen Studenten den Arbeiter nachzueifern. Es waren ein paar gute Ansätze dabei, doch bis nach ganz oben war es noch ein langer Weg.

Schließlich mussten wir wieder auf die Ladefläche der Trucks steigen und die zweite Fahrt startete auf holprigen Weg in Richtung Mittagessen. Die Fahrt rüttelte uns alle durcheinander, so dass man sich sehr gut festhalten musste, um nicht vom Truck zu fallen. Trotz allem war dies für viele von uns das Highlight des Tages. Nach dieser anstrengenden Fahrt durch die wundervolle Landschaft, hatte sich jeder von uns das zubereitete Mittagessen redlich verdient. Und wer bisher noch nicht auf seine Kosten gekommen war, wurde durch eine atemberaubende Aussicht auf den Ozean und einem sehr leckeren traditionellen indonesischen Mittagessen zufrieden gestellt.

Nach einer erholsamen Pause wurden wir zurück zu unseren Bussen gebracht. Hier konnte sich jeder von uns entscheiden, ob man den direkten Weg nach Hause oder noch einen kurzen Zwischenstopp am Tempel Tahan Lot wählt. Für diejenigen die den direkten Weg nach Hause gewählt haben, wurde es auf der Hälfte des Rückweges noch einmal kuschelig, da ein Bus den Geist aufgab. Trotzdem kamen alle wieder gesund und munter in Kuta an, bis auf unsern vermissten Studenten XY UNBEKANNT.

Die Studenten, die sich entschlossen noch den Tempel zu besuchen, hatten dort angekommen eine halbe Stunde Zeit zur Besichtigung. Erst musste man sich durch einen Markt voller Souvenirs, Sarongs und Klamotten schlängeln ehe man am Tempel ankam. Das Tempelareal welches direkt am Meer liegt, war wirklich sehr schön. Ein Tempel auf einem Felsen mitten im Meer ist kein alltäglicher Anblick. Der Sonnenuntergang soll dort ein wunderschönes Erlebnis sein, was wir leider nicht miterleben durften. Der Tempel an sich darf von Touristen nicht betreten werden und so mussten wir uns Blicken und Bildern von außen begnügen. Doch es war durchaus noch einen Stopp wert.

Alles in allem war es doch eine sehr vielseitige und interessante Exkursion die mit der Truck-Fahrt über Stock und Stein sicherlich ihren Höhepunkt fand.
Die Bilder gibt’s wie immer hier.

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